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Detaillierte Analyse

Die Teilrevision des Schweizer Mehrwertsteuergesetzes: Fokus Versandplattformen

Autor: Dr. Marc Linder

Stand: Januar 2026

Mit der neuesten Teilrevision des Mehrwertsteuergesetzes (MWSTG) in der Schweiz vollzieht der Gesetzgeber eine weitreichende Neuausrichtung in Schlüsselbereichen der Besteuerung des grenzüberschreitenden Handels. Ein primärer Meilenstein betrifft die Besteuerung beim Versandhandel über elektronische Plattformen.

"Die Neuregelung zielt darauf ab, die steuerliche Gleichbehandlung in- und ausländischer Anbieter endgültig sicherzustellen und steuerliche White Spots im Onlinehandel zu schließen."

Wer gilt ab sofort als Steuersubjekt?

Plattformbetreiber wurden bisher haftungsrechtlich oft als reine Vermittler eingestuft. Diese Ära geht nun zu Ende. Überschreitet das vermittelte Versandhandelsvolumen bestimmte Schwellenwerte, wird die Plattform steuerlich so gestellt, als ob sie die Waren selbst erworben und an den Schweizer Endkunden geliefert hätte. Damit tritt die Plattform vollumfänglich in die Pflicht, sich im Schweizer MwSt-Register einzutragen.

Dringende Praxisempfehlungen

Ausländische Versandhändler sowie Plattformbetreiber sollten unverzüglich ihre Schnittstellen sowie die Systematik der Rechnungserstellung prüfen. Ohne Anpassung der MwSt-Ausweise drohen Doppelbesteuerungen an den Grenzübergängen sowie signifikante Zollablehnungen bei der physischen Einfuhr.

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